Ludothek retten, Angehörigen danken, Spitex-Stunde ausweisen

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Ludothek retten, Angehörigen danken, Spitex-Stunde ausweisen

Beschreibung:

Im SRF Regionaljournal vom 22. Oktober hiess es, Obersiggenthal müsse wegen der Pflegekosten die Ludothek schliessen, und schuld seien die pflegenden Angehörigen, die sich bei der Spitex anstellen lassen.

Die Statistik des Kantons sagt etwas anderes. Eine Spitex-Stunde kostete die Aargauer Gemeinden 2025 bei der gemeinnützigen Spitex 47.90 Franken, bei der erwerbswirtschaftlichen Spitex, wo die meisten angestellten Angehörigen arbeiten, 23.10 Franken. Die Gemeinden haben letztes Jahr 424'000 Stunden mehr Pflege gekauft und dafür im Durchschnitt weniger pro Stunde bezahlt als im Jahr davor: 36.10 statt 37.50 Franken.

Die Menschen, die ihre Eltern, Partner und Kinder zu Hause pflegen, sind für die Gemeinde die günstigste Pflege, die es gibt. Sie halten Menschen aus dem Heim, rund um die Uhr. Und sie fehlen in jeder Budgetdebatte, weil niemand sie fragt.

Am 30. Oktober ist der Tag der betreuenden Angehörigen. Obersiggenthal könnte an diesem Tag etwas tun, das nichts kostet: danken. Und bei der nächsten Rechnung etwas tun, das Klarheit schafft: die Zahl je Stunde ausweisen, bevor wieder jemand im Radio erklärt, wer schuld ist.

Vorgeschlagene Lösung:

Wir bitten den Gemeinderat Obersiggenthal um drei Dinge:

Dankt den pflegenden Angehörigen von Obersiggenthal öffentlich, im Gemeindeblatt oder an der nächsten Einwohnerratssitzung. Der 30. Oktober, Tag der betreuenden Angehörigen, wäre der richtige Moment.

Weist in der Rechnung 2026 und im nächsten Budget aus, was eine Spitex-Stunde die Gemeinde je Anbieter kostet: Restfinanzierung je verrechnete Stunde, getrennt nach gemeinnütziger und erwerbswirtschaftlicher Spitex, mit den Stunden dazu. Dann sieht der Einwohnerrat, woher Mehrkosten kommen.

Hört die Betroffenen an, bevor über sie entschieden wird. Wenn die Gemeinde über Pflegekosten berät, gehört eine pflegende Angehörige an den Tisch.

Die Ludothek und die pflegenden Angehörigen stehen auf derselben Seite. Beide sind das, was eine Gemeinde für Familien tut.