Schulergänzende Tagesstrukturen für Zeiningen
Beschreibung:
In Zeiningen fehlt ein ausreichendes Angebot an schulergänzender Kinderbetreuung. Der Mittagstisch läuft nur an drei Tagen und es gibt nicht genügend Plätze für alle Kinder mit Bedarf. Es gibt nur eine Tagesmutter im Dorf – ebenfalls mit Warteliste. Eine schulergänzende Tagesstruktur existiert derzeit gar nicht.
Viele Familien finden deshalb keinen Betreuungsplatz – selbst Kinder im Kindergartenalter können nicht in Zeiningen zur Schule gehen. Das betrifft immer mehr Eltern und schwächt unsere Dorfgemeinschaft. Junge Familien ziehen weg, weil sie keine Betreuungslösung finden. Damit verliert Zeiningen engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie wichtige Steuerzahler.
Zudem verpassen unsere Kinder wertvolle Chancen, am Nachmittag gemeinsam zu lernen, zu spielen und aktiv zu sein. Sie könnten dabei soziale Bindungen aufbauen, Freundschaften vertiefen und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln – die Basis für ein lebendiges, verbundenes Dorfleben in der Zukunft.
Vorgeschlagene Lösung:
Wir fordern den Gemeinderat auf, eine dauerhafte, verlässliche Lösung für die schulergänzende Kinderbetreuung zu schaffen – etwa durch den Aufbau von Schulergänzenden Tagesstrukturen.
Die Gemeinde soll den konkreten Betreuungsbedarf offiziell erheben, bestehende Modelle aus Nachbargemeinden (z. B. Baden oder Aarau-Buchs) prüfen und ein Konzept entwickeln, das Kindern, Eltern und Zeiningen langfristig dient.
Ziel ist, dass jedes Kind, das Betreuung benötigt, in Zeiningen einen Platz findet – an allen Wochentagen. So erhalten Kinder nicht nur verlässliche Betreuung, sondern auch mehr Möglichkeiten, gemeinsam zu lernen, zu spielen und Freundschaften zu pflegen.
Eine solche Lösung stärkt Familien, fördert das Dorfleben und sichert die Zukunft einer lebendigen, attraktiven Gemeinde Zeiningen.
Offizielle Antwort:
Sehr geehrte Frau Moloney
Sehr geehrte Unterzeichnende der Petition
Der Gemeinderat dankt Ihnen herzlich für die Initiative und das Engagement zum Thema schulergänzende Kinderbetreuung. Die innerhalb von 30 Tagen eingegangenen 139 Stimmen zeigen, dass dieses Anliegen für einen Teil der Bevölkerung von Bedeutung ist. Wir nehmen die Petition sowie die Belange einzelner Bürgerinnen und Bürger ernst.
Im Rahmen der Abklärungen wurde eine Umfrage durchgeführt, um den konkreten Bedarf zu erfassen. Die Auswertung hat ergeben, dass insbesondere für den Mittagstisch am Mittwoch und Freitag kein entsprechender Bedarf besteht und dieses Angebot aktuell nicht gewünscht wird. Zudem ist die Kapazität des bestehenden Mittagstischs aufgrund der vorhandenen Räumlichkeiten begrenzt; eine Aufnahme weiterer Kinder ist derzeit nicht möglich.
Auf die Anzahl und Auswahl der Tagesfamilien hat die Gemeinde keinen direkten Einfluss. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die soziale Entwicklung der Kinder ein wichtiges Anliegen ist. Neben Betreuungsangeboten sehen wir deshalb auch andere Möglichkeiten, wie beispielsweise die Teilnahme an Vereinsaktivitäten oder ähnlichen Angeboten.
Die durchgeführte Bedarfsabklärung bildet eine wichtige Grundlage für weitere Entscheidungen zum möglichen Aufbau einer schulergänzenden Tagesstruktur. Gemeinden wie Baden oder Aarau-Buchs werden aufgrund der Distanz nicht als unmittelbare Nachbargemeinden betrachtet. Hingegen orientieren wir uns bei unseren Überlegungen an Gemeinden im näheren Umfeld, insbesondere im Fricktal, wie Magden, Stein oder im Fischingertal.
Abschliessend ist festzuhalten, dass aufgrund des sehr individuellen Bedarfs (unter anderem Tagesfamilie, Kita, schulergänzende Tagesbetreuung oder familieninterne Betreuung) keine Garantie gegeben werden kann, dass für jedes Kind ein passender Betreuungsplatz gefunden werden kann.
Der Gemeinderat dankt nochmals für die eingebrachte Petition und das damit verbundene Engagement.
Freundliche Grüsse
Der Gemeinderat
Der Gemeinderat