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«Erhaltung der Gartenstadt Wettingen»

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«Erhaltung der Gartenstadt Wettingen»

Beschreibung:

Im Jahr 2015 hat die Gemeinde Wettingen ihre Leitsätze und –ziele überarbeitet und sich dabei entschieden, dass der „etablierte und unbestrittene Begriff „Gartenstadt“ als Marke beibehalten“ wird (Auszug aus dem entsprechenden Dokument vom 25. August 2015). Präzisierend wurde unter anderem vermerkt, dass das Label „Gartenstadt“ sich auch künftig niederschlagen werde „in Planungen und Projekten im Siedlungsgebiet, im Freiraum, im Naherholungsgebiet sowie Naturraum“. Die „Gartenstadt“ wird von der Gemeinde aktiv beworben.

Im Siedlungsgebiet ist allerdings seit Jahren eine Uniformierung des Bauens zu beobachten, die für attraktive Freiräume, geschweige denn abwechslungsreiche Gärten, keinen Platz mehr lässt. Neu- und Ersatzbauten weisen oft eine massive Klotzform auf mit maximaler Grundstücksnutzung und wenig Sensibilität betreffend Einbettung in die angrenzende Bebauung oder den Naturraum. Ganze Quartiere ähneln sich mittlerweile in Architektur und Gartenplanung, Monotonie macht sich breit.

Dennoch werden in raschem Tempo ältere, teils auch historisch bedeutsame Einzelbauten und Ensembles dem Abbruch und der Neubebauung preisgegeben. Das Ortsbild der Gemeinde erscheint mit dem Verschwinden der klein räumigen Strukturen und vielfältigen Gärten zunehmend klobig und unwirtlich. Es ist inkonsequent, mit Strukturen zu werben, die ohne Gegenmassnahmen laufend weiter zerstört werden.

Vorgeschlagene Lösung:

  1. Die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) sowie die Leitsätze und -ziele von Wettingen sollen unter Mitwirkung der Bevölkerung gründlich aufeinander abgestimmt werden. Man darf nicht mit „grün“, „repräsentativ“ und „abwechslungsreich“ werben und gleichzeitig ein graues, monotones, und für eine immer noch ländliche Gemeinde wie Wettingen, möglicherweise auch fragliches Wachstum vorantreiben. Wachstum bedeutet auch Zerstörung von Naturraum, Bodenversiegelung und ständigen Ausbau der Infrastruktur.

  2. In die Beurteilung von Bauprojekten ab der Grösse eines Mehrfamilienhauses soll zwingend eine unabhängige Fachplanungsperson und, falls vorhanden, eine Delegation des jeweiligen Quartiervereins einbezogen werden. Dies soll die Verantwortlichen in der Abschätzung unterstützen, ob und wie sich ein Projekt ästhetisch und ökologisch in ein bestehendes Quartier integrieren lässt.

  3. Die Gemeinde soll künftig bei Bewilligungen von Grossüberbauungen vor der Bevölkerung dazu Stellung nehmen, wie sich das Projekt mit den Leitsätzen und -zielen von Wettingen vereinbaren lässt.

  4. Die Ortsbildkommission soll neu der Volkswahl unterstehen, um die Meinungsvielfalt der Einwohner zu diesem Thema besser abzubilden.

Dies alles, damit Wettingen nicht endgültig zu einem langweiligen und monotonen Agglomerationsort verkommt, sondern eine grüne, abwechslungsreiche und unverwechselbare Gemeinde bleibt!