Gewalt gegen Gesundheitspersonal
Beschreibung:
Gewalt gegen Gesundheitsfachpersonen ist längst kein Einzelfall mehr. Beleidigungen, Drohungen und körperliche Übergriffe gehören für viele Mitarbeitende in Spitälern, Pflegeheimen, Spitexorganisationen und anderen Gesundheitseinrichtungen zum Berufsalltag. Trotzdem fehlen im Kanton Solothurn verlässliche Daten darüber, wie häufig solche Vorfälle tatsächlich vorkommen und wo gezielt gehandelt werden muss.
Mit dieser Petition fordern wir den Regierungsrat des Kantons Solothurn auf, ein kantonales Monitoring von Gewalt gegen Gesundheitsfachpersonen einzuführen. Ein solches Monitoring schafft Transparenz, zeigt Entwicklungen auf und bildet die Grundlage für wirksame Präventionsmassnahmen. Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, einzelne Organisationen zu kontrollieren. Vielmehr sollen alle Betriebe von einer gemeinsamen Datengrundlage profitieren und gezielt bei der Verbesserung der Sicherheit unterstützt werden.
Sichere Arbeitsplätze schützen nicht nur die Mitarbeitenden, sondern kommen letztlich auch allen Patientinnen, Patienten und Bewohnenden zugute. Wer täglich für die Gesundheit anderer sorgt, hat das Recht, seine Arbeit in einem möglichst sicheren Umfeld auszuüben.
Vorgeschlagene Lösung:
Wir fordern den Regierungsrat des Kantons Solothurn auf, ein kantonales Monitoring von Gewalt gegen Gesundheitsfachpersonen einzuführen und dauerhaft zu etablieren.
Konkret soll:
ein einheitliches System zur Erfassung von körperlicher, verbaler und psychischer Gewalt in allen Gesundheitsinstitutionen des Kantons geschaffen werden,
die Daten regelmässig anonymisiert ausgewertet und veröffentlicht werden,
die Erkenntnisse genutzt werden, um gezielte Präventionsmassnahmen, Schulungen und Sicherheitskonzepte weiterzuentwickeln,
der Austausch zwischen Kanton, Gesundheitsinstitutionen und Fachverbänden gefördert werden, damit bewährte Massnahmen kantonsweit umgesetzt werden können.
Unser Ziel ist, dass Gesundheitsfachpersonen im Kanton Solothurn ihre wichtige Arbeit in einem möglichst sicheren Arbeitsumfeld ausüben können – zum Schutz der Mitarbeitenden und der Menschen, die auf eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung angewiesen sind.