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Halbstundentakt für das Fricktal! - Kein Abbau beim Service Public

  • SP Bezirk Laufenburg & SP Bezirk Rheinfelden
  • 5070 Frick
  • Endet am 08.10.2020
  • 591Unterstützer
  • 200Ziel
  • 14Tage verbleiben
Halbstundentakt für das Fricktal! - Kein Abbau beim Service Public

Beschreibung:

Die kurzfristige Aufhebung des Halbstundentakts auf der Linie Basel - Zürich (mit Halt in Rheinfelden und Frick) bedeutet für tausende Pendler*innen eine massive Einschränkung.

Damit werden ausgerechnet in der aktuellen Pandemie Ansammlungen von Reisenden gefördert, da diese sich auf eine reduzierte Anzahl Züge verteilen müssen.

Der Mangel an geschultem Fahrpersonal ist ein Resultat der jahrelangen Fehlplanung der SBB. Nun lassen sie einzelne Regionen (u.a. das Fricktal) für ihre Misswirtschaft der letzten Jahre bezahlen. Verspätungen und Ausfälle nahmen jüngst auch auf dieser Linie zu, was auf unzureichende Investitionen in das Rollmaterial und die Infrastruktur zurückzuführen ist. Das ist inakzeptabel.

Dieser Schritt steht auch symbolisch für eine ganze Reihe Abbaumassnahmen beim Service Public. So schliesst zum Beispiel die Post immer mehr Filialen und entfernt sich weiter vom Kerngeschäft. Andere Betriebe, wie die Swisscom, geraten zunehmend unter politischen Druck. Öffentliche Dienstleistungen müssen nicht rentieren, zumal es nicht ihre Aufgabe ist mit Gewinnen anderweitige Steuerausfälle in der Staatskasse zu kompensieren. Ihr Nutzen hat sich an der Qualität des Angebotes und der Erreichbarkeit für alle Menschen zu messen.

Vorgeschlagene Lösung:

Für die personellen Engpässe bei den Lokführer*innen ist eine gerechte und zeitlich begrenzte Lösung ohne den Wegfall ganzer Zugverbindungen zu finden. Es ist nicht fair eine ganze Region dafür zu bestrafen.

Spätestens mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 ist der Halbstundentakt im Fricktal wieder ohne Einschränkungen zu betreiben. Dabei steht auch der Kanton in der Verantwortung bei der SBB vorstellig zu werden und eine rasche Normalisierung einzufordern.

Die SBB müssen gerade im Hinblick auf die Klimakrise zusammen mit den Partnerbetrieben im öffentlichen Verkehr und mit Bund und Kantonen innovative Lösungen finden, um mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖV zu bewegen.

Zudem müssen die Bundesbahnen dafür sorgen, dass der Beruf als Lokomotivführer*innen auch für junge Männer und Frauen attraktiver wird.