Zentrum Grabs den Grabsern - Nein zum Sondernutzungsplan Zentrum Grabs

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Zentrum Grabs den Grabsern - Nein zum Sondernutzungsplan Zentrum Grabs

Beschreibung:

Die Zentrum Grabs Genossenschaft (ZGG) hat 2021 einen Sondernutzungsplan für das Zentrum Grabs vorgelegt, welcher auf grossen Widerstand gestossen ist. Die überarbeitete Planung der ZGG und der Gemeinde ist kaum auf die Forderungen der Bevölkerung eingegangen.

Folgende Argumente sprechen dagegen:
• Ein Sondernutzungsplan erlaubt eine Mehrausnützung gegenüber dem Baureglement. Diese Ausnahme ist nur dann gerechtfertigt, wenn ein klarer Mehrwert für die Bevölkerung entsteht. Dieser Mehrwert fehlt.
• Der Grünraum entlang des Grabserbachs wird missachtet. Angrenzende Lagerflächen, Anlieferungen und Tiefgarageneinfahrten machen ihn unattraktiv.
• Die Bevölkerung hat grosszügige Freiflächen und öffentliche Räume gefordert. Trotzdem wurde das überdimensionierte Sockelgeschoss (53m x 28m) nicht reduziert. Damit bleibt kein Platz für die gewünschte Trennung von Parkierung und Aufenthaltsraum.
• Statt einer Verbesserung, wurde der Verkehr verschlechtert. Besonders kritisch ist die neue Einlenkersituation der Vorderdorfstrasse: bereits heute unübersichtlich und gefährlich, mit künftig noch mehr Verkehr durch neue Überbauungen beim Areal Hilty und Gantenbein.
• Mit zusätzlichen Strassen und Parkplätzen auf sogenannten „Dorfplätzen“ wird der Raum weiterhin dem motorisierten Verkehr untergeordnet. Fussgängerinnen und Fussgänger bleiben zweitrangig.

Vorgeschlagene Lösung:

Wir fordern eine grundlegende Überarbeitung der Zentrumsplanung, damit in Grabs ein echtes Dorfzentrum mit hoher Aufenthaltsqualität für die Zukunft entstehen kann.

• Der vorliegende Sondernutzungsplan ist abzulehnen, solange kein klarer Mehrwert für die Bevölkerung erkennbar ist. Sollte keine entsprechende Verbesserung erfolgen, sind durch die Gemeinde ein Kaufangebot oder verbindliche Vorschriften für das Grundstück ernsthaft zu prüfen.

• Die Verkehrsführung ist neu zu gestalten. Insbesondere darf die Vorderdorfstrasse nicht durch den zentralen öffentlichen Raum geführt werden. Bestehende Strassen und sinnvolle Alternativen sind zu nutzen, um das Zentrum zu entlasten und sicherer zu machen.

• Der öffentliche Raum ist konsequent aufzuwerten: weniger Verkehrsflächen, mehr Grünflächen, Bäume und Sitzgelegenheiten sowie ein klar definierter Dorfplatz, der zum Verweilen einlädt.

• Kurzzeitparkplätze sollen vorhanden sein, aber so angeordnet werden, dass sie die Aufenthaltsqualität nicht beeinträchtigen.

• Ein Architekturwettbewerb gemäss SIA ist durchzuführen wie bereits in Sevelen, Mels, Diepoldsau, etc., unter Einbezug der Bevölkerung und mit klaren Qualitätszielen für den öffentlichen Raum und den Freiraum.

• Der geplante Grossverteiler ist in seiner aktuellen Form zu überdenken oder zu verkleinern, damit mehr Raum für ein lebendiges und attraktives Zentrum entsteht.