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Hochwald fordert eine Alternativroute zur gefährlichen direkten Postautostrecke

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Hochwald fordert eine Alternativroute zur gefährlichen direkten Postautostrecke

Beschreibung:

Seit der Einführung des neuen Fahrplanes ab dem 14. Dezember 2025 fährt das Postauto (Linie 67) nicht mehr via Gempen, sondern direkt von Hochwald nach Dornach und zurück.

Durch diese neue Route wurde zum einen die Verbindung zwischen den Nachbarsdörfern Gempen und Hochwald auf ein Minimum reduziert. Dies, obwohl diese Verbindung durch die Bevölkerung des Dorneckbergs rege benutzt wurde (Stiftung Sonnhalde, Jugendhaus Dorneckberg, gemeinsame Verwaltung Hochwald/Gempen etc.). Zum anderen wurde eine gefährliche Postautostrecke neu ins Leben gerufen.

Die Hochwaldstrasse ist sehr eng und steil und es gibt verschiedene Stellen bzw. Böschungen mit tiefen Abgründen, bei welchen - trotz verschiedenen Anfragen der Bevölkerung - keine Leitplanken vorhanden sind. An gewissen Stellen ist das Kreuzen zwischen einem Personenwagen und einem Postauto oder LKW nicht oder nur erschwert möglich. So kam es bereits in der ersten Woche zu einem Ausweichmanöver des Postautos, bei dem das Postauto die begrenzende Mauer massiv schrammte.

Es wäre eine unvorstellbare Tragödie, wenn wegen dieser neuen riskanten Route ein Unfall mit einem Postauto entstehen würde und allenfalls Personen dabei schwer verletzt oder gar ihr Leben verlieren würden. Es darf deshalb nicht bis zu einem solchen tragischen Ereignis zugewartet, sondern es muss sofort gehandelt werden.

Vorgeschlagene Lösung:

Das Postauto (Linie 67) fährt wie bisher via Gempen, jedoch ohne Zusatzschlaufe nach Gempen-Dorf, über die Gempenstrasse von Dornach nach Hochwald und umgekehrt.

Mit dieser leicht abgeänderten „alten“ Route sind keinerlei weiteren Massnahmen erforderlich und das Unfallrisiko würde enorm reduziert.
Zudem würde mit dieser Lösung auch dem Problem der fehlenden Verbindung der Dörfer des Dorneckbergs entgegengewirkt. Eine Haltestelle in Gempen (Steinacker) besteht bereits.

Wir sind der Ansicht, dass mit dieser sicheren Route via Gempen die Anschlüsse im gleichen Umfang wie mit der aktuellen direkten Streckenführung Hochwald-Dornach gewährleistet sind. Dies, weil es bei der jetzigen, direkten Streckenführung regelmässig zu Verspätungen kommt. Diese Verspätungen entstehen, weil die Busse zum Kreuzen anhalten, warten oder langsamer fahren und je nach den Strassenverhältnissen sowieso über Gempen fahren müssen.

Offizielle Antwort:

Der Gemeinderat Hochwald dankt für die Bemühungen der Petitionäre und hat zu der Petition an der Sitzung vom 30. März 2026 wie folgt Stellung genommen:

Erwägungen
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 8. Dezember 2025 die Sicherheitsbedenken bezüglich der Linienführung bestätigt und die Verantwortlichen von Kanton und Postauto AG zu einem Gespräch eingeladen. Das Gespräch fand am 2. März 2026 statt. Die Vertretung aus Kanton und Postauto AG haben zu den Sicherheitsbedenken Stellung genommen und die Linienführung begründet. Eine Neubeurteilung der Linienführung stand ihrerseits nicht zur Diskussion, allerdings wurden Sicherheitsmassnahmen in Aussicht gestellt. Die besprochene Montage von Leitplanen findet momentan statt, die Felsabtragungen sind noch ausstehend.
Über die weiteren Äusserungen verweist der Gemeinderat auf das Protokoll der Sitzung vom 2. März 2026 und die Ausführungen im Hobel aktuell zwüscheduurä vom März 2026.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Gemeinde bereits während der Erarbeitung des Buskonzepts den Handlungsspielraum ausgenützt hat und sowohl die Sicherheitsbedenken wie aber auch eine alternative Linienführung vorgeschlagen hat. Gleichzeitig gilt zu bedenken, dass dem Gemeinderat die Anschlussmöglichkeiten in Dornach sehr wichtig sind. Betreffend die Verbindung Hochwald – Gempen konnte sich der Gemeinderat bereits während der Erarbeitung des Buskonzepts erfolgreich einsetzen und hat bei der Fahrplanvernehmlassung noch einmal auf den ausgedünnten Betrieb aufmerksam gemacht.

Beschluss

  1. Der Gemeinderat nimmt die Petition mit einer Enthaltung zur Kenntnis und entscheidet, die Situation weiter zu beobachten und mit dem Kanton in Kontakt zu bleiben.
  2. Der Gemeinderat leitet die Petition die zuständigen Stellen weiter.

Gemeinderat Hochwald